SONSTTraining zur interkulturellen Kommunikation

Reiche Erfahrungen beim Training zur interkulturellen Kommunikation

Vom 29. bis 31.01.2016 lud die Kommunale Jugendarbeit Haupt- und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit und Flüchtlingsbetreuung zur Teilnahme an einem Training zur interkulturellen Kommunikation im Jugendübernachtungshaus Morsbach ein.

Dieses Angebot, sich unter professioneller Anleitung intensiv mit der eigenen und anderen Kulturen auseinanderzusetzen nutzten 14 Männer und Frauen aus dem Landkreis. Dabei kam eine bunt gemischte Gruppe zustande: Jugendleiter/innen aus Vereinen und Verbänden des Landkreises, Hauptamtliche der Jugendarbeit, aber auch Mitarbeiter/innen des Landratsamtes und der Flüchtlingshilfe.
Allen gemeinsam waren der Wille zur aufmerksamen Beschäftigung mit diesem vielschichtigen Thema und eine große Bereitschaft, aktiv zur Verständigung der Kulturen beizutragen.
Jugendarbeit muss und wird eine herausragende Rolle bei der Integration junger Geflüchteter spielen. Dass das Aufeinandertreffen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auch eine große Herausforderung für jeden einzelnen sein wird, wurde durchaus deutlich. Durch die Andersartigkeit der Wahrnehmung, der kulturellen Sichtweise und der Kommunikation kann es immer wieder zu Irritationen und Missverständnissen kommen.
So neigen „Wir Deutschen“ beispielsweise in der Regel zu einer recht direkten und pragmatischen Kommunikation. In arabischen Ländern wie auch vielen anderen Kulturen hingegen steht der Beziehungsaufbau im Vordergrund, so dass dort ein indirekter Kommunikationsstil mit einer durchaus „blumigeren“ Ausdrucksweise gepflegt wird. Unser „möglichst schnell auf den Punkt kommen“ könne da durchaus für Irritationen sorgen, so die Referentin Eva Ambros (Im Bild links). Die Diplom-Theologin und Orientalistin kann auf einen reichen Erfahrungsschatz mit interkultureller Verständigung blicken und konnte den Teilnehmern einen sehr vielschichtigen und differenzierten Einblick in das Thema geben.
Nur wer das unsichtbare Regelwerk der eigenen Kultur erkennt, kann auch die „kulturelle Brille“ seines Gegenübers wahrnehmen und besser verstehen. So erwischten sich die Teilnehmer/innen immer wieder bei „typisch deutschen“ Gepflogenheiten, kamen aber auch zu der Erkenntnis, dass Kultur nur ein Aspekt ist, menschliches Verhalten zu erklären und zu verstehen. Individuelle Ausprägungen stellten die Teilnehmer/innen auch untereinander verstärkt fest, und so bestätigte sich das Anliegen des Trainings, durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur an Verständnis für die uns oft so fremd erscheinende Kultur der „Anderen“ zu gewinnen.
In einer Mischung aus Vorträgen und praktischen Übungen konnten die Teilnehmer/innen an diesem Wochenende ihr Wissen zur interkulturellen Kommunikation und ihre Sensibilität für dieses Thema deutlich erweitern und bei regem Austausch auch viel voneinander lernen.
Wir kommunale Jugendpflegerinnen freuen uns jedenfalls auch aufgrund der positiven Rückmeldungen über den Erfolg der Veranstaltung und planen noch weitere Aktionen und Kooperationen zum Thema.

Gruppenfoto interkulturelles Training


 

CJD Jugendmigrationsdienst Eichstätt


Um die Lebensbedingungen junger Migrantinnen und Migranten positiv gestalten zu können, steht nun der Jugendmigrationsdienst in Eichstätt den jungen Menschen (von 12 - 27 Jahren) zur Seite. Er begleitet und unterstützt diese bei der Bewältigung des Alltags und weiteren Herausforderungen die sich den Migrantinnen und Migranten stellen. Neben dem Integrationskurs bietet der Jugendmigrationsdienst noch weitere tolle Gruppenangebote (Hausaufgabenhilfe und Kurse zur Prüfungsvorbereitung, Sprachförderung, Interkulturelles Training, Aktionen in den Ferien, Kompetenztraining) an.

Die Adresse und weitere Informationen über den CJD Eichstätt findet ihr
hier.